Freitag, 15. Dezember 2017

Medien an der Jade

"Das Gerücht" von A. Paul Weber
aus dem Jahre 1943. 
Es war einmal ein blog

Vor gut zwei Jahren hat es der Polizeibeamte, der sich am 17. Juni 2013 bei der Durchsuchung meiner Wohnung Wiegand genannt hat, für gut befunden, einen blog zu starten, in dem er allerlei Unsinn über mich erzählen wollte. Womit er nicht rechnete: Er bekam von mir die passende Antwort, die inzwischen bei Wordpress fast 600 Mal die Bestnote bekam.

Für zehn lange Jahre kehrte ich 2004 in meinen Geburtsort Wilhelmshaven zurück. Wir gründeten dort die Wochenzeitung 2sechs3acht4. Ein Stadtmagazin verbreitete fleißig Gerüchte. Es wurde sogar behauptet, ich sei der Geschäftsführer des Zeitungsverlages, der hohe Schulden gemacht hätte. Dabei war ich immer nur Redakteur von 2sechs3acht4. Die von uns geplante GmbH kam nie zustande. Woran das lag, darüber klärte mich der Anwalt meines Partners auf, als das Aus für die Zeitung gekommen war. Der Anwalt: "Lesen Sie mal, wie Sie reingelegt worden sind."

Da ahnte ich das erste Mal: In dieser Stadt ist nicht gut Kirschen essen. Wie so genannte "alternative Medien" dort ticken, erfuhr ich auch, als Radio Jadio einen Kommentar veröffentlichte, den man nur als Verleumdung einstufen konnte. Ich bat um eine Korrektur. Radio Jade hörte weg.

2011 kandidierte ich als Oberbürgermeister. Auch da wurde es haarig. Das begann schon mit den Unterschriften, die ich von Unterstützerinnen und Unterstützern brauchte. Das Wahlamt wies das Ergebnis meiner Recherchen "ganz energisch" zurück und entschuldigte sich erst später. Ich nahm an vielen Podiumsdiskussionen teil, auch bei einer Arbeitsloseninitiative. Schon meldete eine Statt-Zeitung, ich hätte über eine schwere Kindheit berichtet. Was natürlich frei erfunden war. Ich hatte eine tolle Kindheit.

Der Klick zu meiner Antwort auf einen Verleumdungsversuch von "Wiegand", der vorher von mir sogar verlangt hatte, dass ich seine Lügen veröffentliche...Diese schriftlichen Vorstöße sind gespeichert.  


Kümmert die nicht

Die drei vom Jugendamt.
Seit Anfang November warte ich auf eine Antwort des Wilhelmshavener "Jugendamtes":

Wie Ihnen bekannt ist, besitze ich eine allumfassende Vollmacht von Frau St., N.-Weg, Wilhelmshaven. Ich fordere Sie auf, mir sofort mitzuteilen, ob sich meine Patenkinder J. und N. inzwischen sehen dürfen. Weitere Informationen auf www.szenewilhelmshaven.de

Dienstag, 5. Dezember 2017

Nach Jugendamts-Art

Gefunden auf Facebook.
Muss angebliche Jungfrau mit Anklage rechnen?

Vor neun Jahren habe ich im Netz eine Weihnachtsgeschichte entdeckt, die von einem unbekannten Verfasser stammt. Ich überarbeitete und veröffentlichte sie auf meinen Kinderunwohl-Seiten, auf denen ich mich mit dem Kinderfeindesland Deutschland beschäftige. Jedes Jahr rückt diese Weihnachtsgeschichte unter den beliebtesten Posts wieder nach ganz vorn. 

Bethlehem - In den frühen Morgenstunden hat ein besorgter Bürger die Behörden alarmiert. Er entdeckte eine junge Familie, die in einem Stall haust. Bei der Ankunft fanden die Beamten des Sozialdienstes, die von Polizeibeamten unterstützt wurden, einen Säugling, der von seiner erst 14-jährigen Mutter, einer gewissen Maria H. aus Nazareth, in Stoffstreifen gewickelt in eine Futterkrippe gelegt worden war.

Bei der Festnahme von Mutter und Kind leistete ein Mann, der später als Joseph H., ebenfalls aus Nazareth, identifiziert wurde, Widerstand. Joseph, unterstützt von anwesenden Hirten sowie drei unidentifizierten Ausländern, wollte die Mitnahme des Kindes unterbinden, wurde aber von der Polizei daran gehindert.

Festgenommen wurden auch die drei Ausländer, die sich als "weise Männer" eines östlichen Landes bezeichneten. Sowohl das Innenministerium als auch der Zoll sind auf der Suche nach Hinweisen über die Herkunft dieser drei Männer, die sich anscheinend illegal im Land aufhalten. Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass sie keinerlei Identifikation bei sich trugen, aber in Besitz von Gold sowie von einigen möglicherweise verbotenen Substanzen waren. Sie widersetzten sich der Festnahme und behaupteten, Gott habe ihnen angetragen, sofort nach Hause zu gehen und jeden Kontakt mit offiziellen Stellen zu vermeiden. Die mitgeführten Chemikalien wurden zur weiteren Untersuchung in das Kriminallabor geschickt.

Der Aufenthaltsort des Säuglings wird bis auf Weiteres nicht bekannt gegeben. Eine schnelle Klärung des Falles scheint sehr zweifelhaft zu sein. Auf Nachfrage teilte eine Mitarbeiterin des Sozialdienstes mit: "Der Vater ist mittleren Alters und die Mutter ist definitiv noch nicht volljährig. Wir prüfen gerade mit den Behörden in Nazareth, in welcher Beziehung die beiden zueinander stehen."

Maria ist im Kreiskrankenhaus in Bethlehem zur medizinischen und psychiatrischen Untersuchung. Sie muss mit einer Anklage rechnen. Weil sie behauptet, sie wäre noch Jungfrau und der Säugling stamme von Gott, wird ihr geistiger Zustand untersucht. In einer offiziellen Mitteilung des Leiters der Psychiatrie heißt es: "Mir steht es nicht zu, den Leuten zu sagen, was sie glauben sollen, aber wenn dieser Glaube dazu führt, dass - wie in diesem Fall - ein Neugeborenes gefährdet wird, muss man diese Leute als gefährlich einstufen. Die Tatsache, dass Drogen, die vermutlich von den anwesenden Ausländern verteilt wurden, vor Ort waren, trägt nicht dazu bei, Vertrauen zu erwecken. Ich bin mir jedoch sicher, dass alle Beteiligten mit der nötigen Behandlung in ein paar Jahren wieder normale Mitglieder unserer Gesellschaft werden können."

Soeben erreichte uns auch noch diese Nachricht: Die anwesenden Hirten behaupteten übereinstimmend, dass ihnen ein großer Mann in einem weißen Nachthemd mit Flügeln (!) auf dem Rücken befohlen hätte, den Stall aufzusuchen und das Neugeborene zu seinem Geburtstag hoch leben zu lassen. Dazu meinte ein Sprecher der Drogenfahndung: "Das ist so ziemlich die dümmste Ausrede vollgekiffter Junkies, die ich je gehört habe."